Während die alten Griechen schon Abgüsse vom lebenden Modell als Vorlage zur bildhauerischen Arbeit einsetzten, konzentrierten sich die Römer beim Anfertigen dieser Bildnisse auf den Hintergrund des römischen Ahnenkultes. Die Abgüsse von Verstorbenen wurden hier nicht als Grabbeigabe mit den Toten bestattet, sondern die kurz nach dem Ableben in Wachs gegossenen Gesichter in der Ahnengalerie der Familie aufbewahrt. In der Blütezeit des römischen Ahnenkultes wurden diese an Festtagen geschmückt oder bei Todesfällen im Leichenzug von Angehörigen als Gesichtsmaske getragen. Mit den Abbildern ihrer über den Tod hinaus präsenten Vorfahren glaubten sie sich die Unsterblichkeit ihrer Familie sichern zu können.

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Totenmasken / Geschichte-02