Wenn die Totenmaske als Sonderform der Maske bezeichnet wird, kann sich dies nur auf die wirklichen Masken aus dem Totenkultbereich beziehen, wie auf die ägyptischen Totenmasken, die auf eine kostbare Weise das Gesicht des Verstorbenen darstellen, es bedecken und schützen sollten. So wie die goldene Totenmaske des Tut-Ench-Amun, die auf das Bestreben zurückgeht, die Gesichtszüge der Toten möglichst zu erhalten, um der Seele zu ermöglichen, ihren alten Körper zu erkennen und wieder zu finden. Die Gipsabgüsse, die man heute noch im Museum in Kairo sehen kann, dienten dabei entweder als Vorlage zur Anfertigung der Mumienmasken oder sind Positivgüsse aus den Gipsformen, die ursprünglich als direkte Schutzschicht auf das Gesicht des Verstorbenen aufgetragen wurden. 

  weiter
Totenmasken / Geschichte-01